Gedanken zur Gründung des "Salzburger Saitenklanges"

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Bestreben, für die Zither auf ihrem Weg zur künstlerischen Anerkennung ein dazu sinngebendes Ensemble zu formen, erschienen dem Zithersolisten Wilfried Scharf die Harfe und die Gitarre für die Erfüllung seiner Klangvorstellung am geeignetsten. Die ähnliche Entwicklungsgeschichte von Zither, Harfe und Gitarre erwies sich insofern als interessant, wurden doch Vorformen und orientalische Verwandte der Zitherfamilie mit der Harfe schon zu biblischer Zeit in Einklang gebracht. Während sich die Harfe schon sehr früh eigenständig entwickelte, tat dies erst nach und nach ein Zupfinstrument mit Griffbünden, was schließlich über die Vihuela und verschiedene Formen der Laute zur heutigen Konzertgitarre führte. Die alpenländische Zither hat trotz der gemeinsamen Geschichte im Vergleich mit Harfe und Gitarre die kürzeste Entwicklungsgeschichte durchgemacht.

Seit etwa 1900 hat die Zither die heutige gewohnte Form, wenngleich natürlich stetig technische und klangliche Verbesserungen durchgeführt wurden.

Bei einem „Saitenspiel-Ensemble“ mit Zither, Harfe und Gitarre denkt man unweigerlich zuerst an alpenländische Volksmusik. Daß dies eine unzutreffende Einengung der musikalischen Möglichkeiten ist, beweist Wilfried Scharf sowohl solistisch als auch im Zusammenspiel dieser Instrumente.

Adaptionen von Werken u.a. Mozart, Vivaldi, Gluck und Schubert werden traditionellen Volksweisen gegenübergestellt und ergeben eine reizvolle Alternative und Ergänzung zu vertrauten Hörgewohnheiten.


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 Von Klassik bis Volksmusik - Von Barock bis zur Moderne